Zwischen Manfluencern und Tradwives | Antifeminismus auf Social Media und pädagogische Strategien dagegen
Die Arbeitsgruppe „Soziales Miteinander stärken“ des Präventionsrates Lehrte lädt zum Fachvortrag ein
29. Oktober 2026 18 Uhr Städtische Galerie Lehrte
Wie beeinflusst Antifeminismus die digitale Lebenswelt junger Menschen und welche pädagogischen Strategien helfen uns dabei, diesen Trends entgegenzuwirken? Die Arbeitsgruppe „Soziales Miteinander stärken“ lädt ein, um gemeinsam mit der Expertin Lara Niederberger die Ideologien und Formate auf Plattformen wie TikTok zu analysieren. Der Abend bietet einen spannenden Einblick in die Mechanismen von Social Media sowie praktische Ansätze und Bildungsmaterialien aus dem Projekt „Unlearning Antifeminism on TikTok“.Am Donnerstag, den 29. Oktober 2026 um 18 Uhr findet ein Fachvortrag für Eltern, Lehrkräfte, Jugendliche, pädagogische Fachkräfte sowie alle anderen interessierten Menschen statt. Die Veranstaltung wird in der Städtischen Galerie Lehrte (Alte Schlosserei 1) durchgeführt. Die Arbeitsgruppe „Soziales Miteinander stärken“ des Präventionsrats Lehrte lädt herzlich ein, teilzunehmen und dieses Thema, das in der medialen Lebenswelt – vor allem auch bei jungen Menschen – einflussreich präsent ist, in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen und zu diskutieren sowie pädagogische Umgangsweisen kennenzulernen.
Die Veranstaltung gibt zunächst einen Einblick in die Ideologie des Antifeminismus. Anschließend beleuchtet die Referentin, wie er sich auf Social Media artikuliert, welche Akteurinnen und Akteure dabei eine Rolle spielen und welche Formate und Trends auf Plattformen wie TikTok präsent sind. Im zweiten Teil wird es praktisch: Es werden offene Bildungsmaterialien aus dem Projekt „UlAT – Unlearning Antifeminism on TikTok“ vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
Die Referentin des Abends ist Lara Niederberger vom Verein „medialepfade.org - Verein für Medienbildung“ aus Berlin. Das Grußwort hält Dündar Kelloglu, Vorsitzender des Präventionsrates Lehrte.
Für eine bessere Planung wird um Anmeldung bis zum 27.10.2026 per E-Mail an

|
|
|
|
|
|
Zur Originalversion (in Englisch)
Drei Jahre nach dem 7. Oktober
Drei Jahre nach dem 7. Oktober kam unser palästinensisch-israelisches Team zusammen. Aufgrund massiver Abriegelungen im gesamten Westjordanland war ein persönliches Treffen nicht möglich; wir trafen uns also online, und jede und jeder von uns war eingeladen, zu teilen, was dieser Tag für uns persönlich bedeutet.
Fatima, unsere palästinensische Bildungskoordinatorin, ergriff als Erste das Wort. Sie teilte Erinnerungen an ihre Mutter, die im Gazastreifen durch eine israelische Drohne getötet worden war. Wir saßen schweigend da, während sie vom Verlust ihrer Familie, ihres Zuhauses und des Lebens, das sie kannte, berichtete. Sie erzählte uns, dass die Hoffnung sie trägt – und dass es sich lohnt, selbst wenn unsere Arbeit nur einen Unterschied von einem Prozent bewirkt. Viele von uns weinten mit ihr, während sie sprach. Unsere israelischen Kollegen blieben still; sie trugen ihren eigenen Schmerz, ihre Trauer und die quälenden Erinnerungen an den 7. Oktober in sich.
Uns allen ist bewusst, dass drei Jahre verheerender Gewalt weder den Israelis Sicherheit noch den Palästinensern Freiheit gebracht haben. Es kann keine Zukunft geben, die auf Besatzung, ethnischer Säuberung, Völkermord und der Missachtung palästinensischer Rechte aufbaut. Ebenso wenig kann mehr Gewalt jene Sicherheit schaffen, die den Israelis zusteht. Wir brauchen dringend eine neue Vision für die Zukunft.
Gerade als sich die Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit des Augenblicks breitzumachen drohten, gab uns Fatima Grund zu der Annahme, dass eine andere Zukunft nach wie vor möglich ist. Ihre gewohnte Herzlichkeit und ihr Optimismus kehrten zurück, als sie uns über die „Freedom School“ informierte – unser wichtigstes Bildungsprogramm. Der siebte Jahrgang beginnt in Kürze und bringt 27 junge Palästinenser aus dem gesamten Westjordanland zusammen, darunter auch aus abgelegenen Dörfern und Flüchtlingslagern. Viele kannten „Combatants for Peace“ bereits durch Videos unserer Arbeit und unseres gemeinsamen palästinensisch-israelischen Engagements vor Ort.
Was Fatima am meisten überraschte, war die Offenheit dieser neuen Generation für die Idee des gewaltfreien, gemeinsamen Widerstands und des gemeinsamen Handelns. Gerade junge Menschen aus Gemeinschaften, die am stärksten von der Besatzung betroffen sind, zeigen sich besonders offen für eine Zusammenarbeit, um Veränderungen zu bewirken.
Genau diese Hoffnung möchten wir heute mit Ihnen teilen.In einem Moment, in dem es so scheinen mag, als schwinde der Spielraum für einen anderen Weg in die Zukunft, findet uns eine neue Generation – und entscheidet sich für Gewaltfreiheit, gemeinsamen Kampf und eine andere Zukunft. Rana beendete unser Treffen, indem sie den letzten Absatz des Gedichts „Weiße Lilien“ von Mahmoud Darwish vorlas:
Mit Kraft und Hoffnung,

Besuchen Sie unsere Website: https://cfpeace.org/

collecting:dreams Festival 2026 in Hannover – Coming Out Stronger
für Frieden und eine Gesellschaft, die sich nicht von Rechtsruck einschüchtern lässt
Das collecting:dreams Festival ist das erste postmigrantische Literaturfestival Deutschlands. Seit 2023 bietet das Festival sowohl Newcomer*innen als auch etablierten Künstler*innen eine Bühne (bislang u.a. mit den Autor*innen Kübra Gümüsay, Sindhu Rajasekaran, Hadija Haruna-Oelker, Deborah Feldman, Dinçer Güçyeter, Alena Jabarine oder dem Pulitzer-Preisträger Nathan Thrall).
Nun geht das collecting:dreams in die nächste Runde: Es findet dieses Jahr vom 17.-20. September 2026 in der Initiative Hüttenstraße in Hannover statt, u.a. mit der SPIEGEL-Bestsellerautorin Mithu Sanyal („Antichristie“, Hanser Verlag), Rasha Khayat („Ich komme nicht zurück“, DuMont), dem Poetry Slammer Elias Naeb oder dem Autor Saleem Haddad, dessen Roman „Flutlinien“ jüngst von The New Yorker als einer der besten Romane 2026 ausgezeichnet wurde. An vier Festivaltagen werden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, bestehend aus Lesungen, Podiumsgesprächen, Offenen Bühnen, Poetry Slams, Ausstellungen, Performances sowie Workshops. So können Besucher*innen etwa kreative Wege des demokratischen Protests erlernen mit dem Berliner Künstler Krishan Rajapakshe oder sich bei der dekolonialen Performance eating with hands mit Lakshmi Thevagasayam, Eby Tangara, Luna Ali in der Leitung von Türkan Deniz-Roggenbuck und Kadir Özdemir mit Esstradtionen jenseits europäischer Normierungen auseinandersetzen. Immer wichtiger wird die Auseinandersetzung mit KI, Big Tech und Kulturbetrieb. Lorena Jaume-Palasí, Expertin für KI und Ethik, Gründerin von The Ethical Tech Society, gibt Einblicke in die Relevanz und Gefahren von KI.
Das Festival bringt Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen und schafft einen multi-perspektivistischen Begegnungsraum, der Unterschiede aushält, Gemeinsamkeiten erkennt und solidarisch für Meinungsvielfalt und Demokratie eintritt. In Zeiten autokratischer Bedrohungen in und außerhalb Europas wird dieser Raum nötiger denn je. Deshalb positionieren sich das Festivalteam sowie die beteiligten Künstler*innen ausdrücklich gegen den Rechtsruck, für Menschenrechte und für die Normalität einer postmigrantischen Gesellschaft, in der nicht zwischen „denen, die früher da waren“ und „denen, die später hinzugekommen sind“ unterschieden wird. Es muss ein neues, gemeinsames Wir erzählt werden.
Hier setzt das collecting:dreams Festival seit vier Jahren an. Es ist damit zu einer inzwischen weit über Hannover hinausgehenden, wiedererkennbaren Größe in der Kulturlandschaft geworden und setzt damit Signale in die Region und nach ganz Niedersachsen. Finanziert wird das Festival durch die Stadt Hannover sowie die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) Niedersachsen und Bund.
Bewusst niedrige Eintrittspreise sollen eine möglichst niedrigschwellige Partizipation ermöglichen: 35€ kostet das Festivalticket für vier Tage, 18€ ein Tagesticket. Das ausführliche Programm, der Link zum Ticketverkauf und die Möglichkeit das Festival mit einer kleinen Spende zu unterstützen findet sich unter: www.collectingdreamsfestival.de
Das Festival lebt - trotz eklatanter Kürzungen in Kunst und Kultur und Einschränkungen der Kunstfreiheit - von gelebter Solidarität und einer Kultur des Miteinanders.
Kommen Sie vorbei oder unterstützen Sie diesen einzigartigen Begegnungs- und Dialograum mit einer kleinen Spende an den Trägerverein Prisma Queer Migrants e.V.
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=EC2FGW42V6R6C
Mit herzlichen Grüßen,
cdf26 Team
Let's get connected: @collectingdreamsfestival
Aus Liebe zu Europa – aus Liebe zur Region
Im Gespräch mit Bernd Lange
Das Antikriegshaus Sievershausen und die SPD-Ortsabteilung Sievershausen können am 20. August einen besonderen Gast begrüßen: Den SPD-Europaabgeordneten Bernd Lange, aktuell einer der einflussreichsten Politiker in der EU. Als Vorsitzender des Handelsausschusses des Europaparlaments steht er für faire Handelsbeziehungen mit anderen Teilen der Welt und leistet so seinen Beitrag zur Friedenspolitik des europäischen Projekts. Für seine Verdienste um Niedersachsen in Europa verlieh ihm vor Kurzem der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies die Landesmedaille.
Bernd Lange ist seit mehr als 10 Jahren Stiftungsbotschafter der durch Pastor Klaus Rauterberg initiierten und von der Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen gegründeten Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht.
Internationale Handelspolitik ist für Bernd Lange immer auch verbunden mit Fragen der sozialen Sicherheit und sozialer Standards. Ein soziales Europa hat für ihn Strahlkraft nach außen. Daher setzt er sich dafür ein, dass Mittel aus den europäischen Strukturfonds in die unterschiedlichen Regionen Europas, und eben auch in die Region Hannover fließen. Diese Mittel werden eingesetzt, um sowohl wirtschaftliche Infrastruktur und Innovation zu fördern als auch Armutsbekämpfung und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen. Bernd Lange wird bei der Veranstaltung in Sievershausen einen Einblick geben in seine Aktivitäten in der internationalen Handelspolitik und Ausführungen machen zur Bedeutung des Einsatzes Europäischer Strukturfondsmittel in der Region Hannover.
Interessierte sind eingeladen, mit Bernd Lange ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Antikriegshaus, Kirchweg 4A in Sievershausen. Der Eintritt ist frei.
Zurück zu Veranstaltungskalender Aktuell




