Ein Friedensort der Evangelisch- Lutherischen Landeskirche Hannovers
Das Friedens- und Nagelkreuzzentrum mit dem Antikriegshaus ist sowohl ein Lern- und Erlebnisort, ein spiritueller und kultureller Ort sowie ein Ort historischer wie aktueller Auseinandersetzung mit Fragestellungen rund um das Themenfeld der christlichen Botschaften des Friedens, der Verantwortung und der Versöhnung. Wir orientieren uns am Leitbild des gerechten Friedens, in dem Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung unauflöslich verbunden sind. Das Antikriegshaus im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen versteht sich als Akteur, Impulsgeber und Partner auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens. Mit dem Antikriegshaus als Veranstaltungs- und Tagungsort und der Antikriegswerkstatt als Seminar- und Übernachtungshaus sowie mit einem attraktiven Außengelände bieten wir vielfältige Möglichkeiten der inhaltlichen Arbeit und Auseinandersetzung.
Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg
Lernort Antikriegshaus Sievershausen
Tausende Tote waren in der Schlacht bei Sievershausen im Jahr 1553 zu beklagen.
Am Rand des Schlachtfeldes ist ein Geschichtsfeld entstanden, das die Möglichkeit bietet, sich mit verschiedenen Aspekten und Verwerfungen auch der neueren deutschen Geschichte auseinanderzusetzen.
Unsere Erinnerungsarbeit steht unter dem Motto „Verantwortung vor der Geschichte – Verantwortung für die Zukunft“. Das DankMal für gelebte Menschlichkeit, das MauerMahnmal und das DeserteurDenkmal „Für das Leben - gegen den Krieg“ stellen uns immer wieder aufs Neue die Frage, was dies für uns konkret bedeutet.
Frieden lernen und erleben: Friedenspädagogische Arbeit mit jungen Menschen
Unsere friedenspädagogischen Angebote wurden speziell für die Arbeit mit Schulklassen, Konfirmand*innen - und Jugendgruppen entwickelt und sollen helfen, Frieden für junge Menschen unterschiedlicher Altersstufen lern- und erlebbar zu machen. Die Angebote können mit unserer Unterstützung entweder im Antikriegshaus oder vor Ort z.B. in Schulen und Kirchengemeinden umgesetzt werden.
Die Angebote sind auch auf der Seite des Antikriegshauses aufzurufen und umfassen u.a.:
Projekte der Gewaltprävention und des globalen Lernens wie „Schritte gegen Tritte“
Module zum Erwerb interkultureller Kompetenzen Antidiskriminierungsarbeit wie „Vorfahrt für Vielfalt“ und Anti-Bias Trainings
systemische Lernspiele wie „Civil Powker“
erlebnispädagogisches Teambuilding im Niedrigseilgarten
Veranstaltungsort und Stimme für den Frieden
Das Antikriegshaus ist ein Ort regelmäßiger Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen und historischen Themen aus dem Spektrum der Friedens- und Menschenrechtspolitik sowie der Friedensarbeit. Es bietet ein Forum für Friedensfragen und leistet einen Beitrag zu einer dialogischen demokratischen Streitkultur. Lesungen, literarische Angebote und Konzerte runden das Programm ab. Begleitend zeigen und erarbeiten wir wechselnde Ausstellungen. Hinzu kommen u.a. auswärtige Kooperationsveranstaltungen, sowie Sonderveranstaltungen wie Friedensgottesdienste und -feste etc.
Das Antikriegshaus beteiligt sich an öffentlichen Diskussionen zu Friedensfragen durch Veranstaltungs- und Tagungsteilnahmen, Pressearbeit und eigene Publikationen. Vertreter*innen des Antikriegshauses stehen für Interviews zur Verfügung und publizieren zu Themen der Friedensarbeit.
Frieden im Dialog: Friedenspolitische Erwachsenenbildung
Wir sind kompetenter Ansprech- und Kooperationspartner auf dem Feld der friedenspolitischen Bildungsarbeit und führen selbst Veranstaltungen durch.
Wir bieten und stehen zur Verfügung für Vorträge und Diskussionsveranstaltungen, Fortbildungen/Seminare und Workshops, Moderationen und fachliche Beratung.
Unsere Themenbereiche umfassen:
friedens- und sicherheitspolitische Fragen
Möglichkeiten und Methoden der zivilen, gewaltfreien Konfliktbearbeitung
Demokratiebildung und Auseinandersetzung mit Populismus und Extremismus
Argumentationstrainings gegen rechtspopulistische Parolen
Erinnerungsarbeit
ökologische Nachhaltigkeit
Arbeit in internationalen Bezügen: Workcamps und internationale Freiwillige im Antikriegshaus
Das Antikriegshaus steht für Weltoffenheit. Neugierde auf die Welt ist eine Haltung, die wir zu leben und zu vermitteln suchen. Bereits seit 1967 finden in Sievershausen internationale Workcamps statt, die Begegnung, Austausch und das Erleben von Gemeinschaft über Länder- und Sprachgrenzen, aber auch Konfliktlinien hinweg ermöglichen. Ob während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien oder im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine: Immer wieder kamen und kommen in Sievershausen junge Menschen zusammen, die nach Verbindendem und konkreten Möglichkeiten für Frieden suchen.
Internationale Freiwillige, z.B. aus Afrika und Lateinamerika, werden jeweils für ein Jahr in die Friedensarbeit vor Ort eingebunden.
Nagelkreuzzentrum Sievershausen: Eintreten für Frieden und Versöhnung
Seit dem Jahr 2014 ist das Antikriegshaus gemeinsam mit der Ev.-luth. St. Martins-Kirchengemeinde Sievershausen Teil der internationalen Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry. Aus den Trümmern der 1940 von deutschen Bomben zerstörten Kathedrale der englischen Industriestadt ist nach dem 2. Weltkrieg eine weltweite Gemeinschaft erwachsen, die sich auf allen Kontinenten für Frieden und Versöhnung einsetzt.







