Solidarität zeigt sich auf vielfältige Weise, und in den letzten Monaten haben wir intensiv daran gearbeitet, diese Praxis weiterzuentwickeln und auszubauen.
Am vergangenen Freitag marschierten palästinensische und israelische Aktivist*innen gemeinsam durch Khan al-Ahmar, um an den Beginn der israelischen Besatzung im Jahr 1967 – vor nunmehr 59 Jahren – zu erinnern. Der gemeinsam mit dem Bündnis „Peace Partnership“ organisierte Marsch brachte Menschen zusammen, die sich durch kollektives, gewaltfreies Handeln gegen Vertreibung, Gewalt und Segregation einsetzen.
Khan al-Ahmar, eine Beduinengemeinschaft östlich von Jerusalem, ist zu einem der deutlichsten Symbole für den Kampf gegen die Zwangsvertreibung im besetzten Westjordanland geworden. Die Bewohner*innen wurden seit den 1950er Jahren bereits mehrfach vertrieben und leben weiterhin unter der ständigen Bedrohung von Abriss und Vertreibung. Die Siedlung liegt in jenem Gebiet, das für die geplante Siedlungserweiterung „E1“ vorgesehen ist – ein Projekt, das das palästinensische Territorium weiter zersplittern und die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit verschärfen würde.
Während des Marsches sprachen wir uns entschieden gegen die anhaltende Vertreibung palästinensischer Gemeinschaften, die eskalierende Gewalt durch Siedler sowie gegen eine Politik aus, die den Palästinenser*innen die Möglichkeit nimmt, auf ihrem Land zu bleiben. Zudem bekräftigten wir einen einfachen Grundsatz: Sicherheit lässt sich nicht durch Enteignung schaffen.
Unsere Arbeit findet nicht isoliert statt. Anfang des Monats sprachen die Mitbegründer von „Combatants for Peace“, Chen Alon und Sulaiman Khatib, gemeinsam mit der Aktivistin Iris Gur in Amsterdam über ihre Erfahrungen mit gewaltfreiem Widerstand sowie über die Realitäten, mit denen Palästinenser*innen und Israelis heute konfrontiert sind. Im Austausch mit Unterstützer*innen, Mitgliedern der Gemeinschaft und Medienvertreter*innen berichteten sie von den Erkenntnissen aus ihrem jahrelangen gemeinsamen Kampf und betonten, wie wichtig es ist, Beziehungen aufzubauen, die stark genug sind, dem Druck von Konflikt und Polarisierung standzuhalten.
Khan al-Ahmar und Amsterdam sind nur zwei Beispiele für ein weitaus umfassenderes Engagement innerhalb unserer Bewegung. In den letzten Monaten haben Unterstützer*innen, Aktivist*innen und Gemeinschaften in ganz Europa neue Möglichkeiten für Engagement, Lernen, Interessenvertretung und gemeinsames Handeln geschaffen. Diese internationale Solidarität festigt sich zunehmend durch unser wachsendes Netzwerk europäischer Freundeskreise. In einer Zeit, in der die öffentliche Debatte oft von Spaltung und konkurrierenden Loyalitäten geprägt ist, schaffen diese Gemeinschaften einen seltenen Raum, in dem Palästinenser*innen, Israelis und internationale Verbündete zusammenkommen können – vereint in ihrem Einsatz für Menschenrechte, Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit. Wenn Sie sich mit Gleichgesinnten in Ihrer Nähe vernetzen und Teil unserer dynamischen, wachsenden Gemeinschaft werden möchten, klicken Sie hier, um die Vertretung der „European Friends Group“ in Ihrer Nähe zu finden (oder hier, falls Sie sich in den USA befinden).
Wir sind davon überzeugt, dass dauerhafte Veränderungen nicht durch Spaltung entstehen, sondern durch Menschen, die bereit sind, trotz tiefgreifender Unterschiede und schmerzhafter Realitäten zusammenzuarbeiten. Durch die Stärkung lokaler Gemeinschaften tragen unsere „Friends Groups“ dazu bei, die internationale Bewegung zu erhalten, die unsere Arbeit erst möglich macht.
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