Was bedeutet "sumud" heute?

Die diesjährige Nakba-Gedenkveranstaltung steht ganz im Zeichen von „Sumud in der Menschlichkeit“ – doch was bedeutet Sumud für uns?

An Orten wie Susya, Umm al-Khair, Bardala und in den Dörfern von Masafer Yatta wird Sumud durch die Bedingungen geprägt, unter denen die Menschen dort leben. Wo Bauvorhaben eingeschränkt sind, bedeutet es, Häuser nach ihrer Zerstörung wiederaufzubauen. Wo Land bedroht ist, bedeutet es, die landwirtschaftliche Bewirtschaftung fortzusetzen und dem Land verbunden zu bleiben – trotz wiederholter Angriffe durch Siedler und des ständigen Drucks, das Gebiet zu verlassen.

Im Jordantal, wo Wassernetze und landwirtschaftliche Infrastrukturen beschädigt oder entfernt wurden, bedeutet Sumud, all das wiederherzustellen, was für das Überleben und Weitermachen notwendig ist. In den Gebieten rund um Nablus und Hebron kann es bedeuten, zur Olivenernte zu erscheinen – selbst dann, wenn Bäume niedergebrannt oder die Zugangswege blockiert wurden. In Masafer Yatta – wo Dörfer wie Khalet al-Daba’a und Jinba im Rahmen der „Feuerzone 918“ wiederholten Abrissen ausgesetzt sind – bedeutet es, vor Ort auszuharren, selbst wenn alles darauf abzielt, einen zu vertreiben.

Sumud nimmt an jedem Ort eine andere Gestalt an; doch im Kern ist es der Akt des Bleibens – das Festhalten an der eigenen Scholle, an der Gemeinschaft und an der Fähigkeit, ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Für viele Palästinenser ist die gegenwärtige Realität untrennbar mit der Nakba verbunden – nicht nur als historisches Ereignis des Jahres 1948, sondern als fortwährende Erfahrung von Landverlust, Vertreibung und dem ständigen Ringen um das Bleiben, während man zugleich an seiner Menschlichkeit festhält.

Die Verantwortung für Sumud darf nicht allein den Palästinensern überlassen bleiben – es ist eine Verantwortung, die wir gemeinsam übernehmen müssen.

Seien Sie dabei bei der 7. gemeinsamen Nakba-Gedenkveranstaltung. Lauschen Sie persönlichen Geschichten über Sumud, hören Sie die Reflexionen palästinensischer und israelischer Redner und erleben Sie im Laufe des Abends eindrucksvolle künstlerische Darbietungen.

Live-Übertragung: 15. Mai 2026

20:00 Uhr Jerusalem | 18:00 Uhr London | 13:00 Uhr New York

Weitere Informationen zur Veranstaltung – einschließlich der Möglichkeiten, eigene Vorführungen zu organisieren oder an solchen teilzunehmen – finden Sie auf unserer Website.

*Eine Aufzeichnung der Veranstaltung wird allen zugesandt, die sich registrieren.

Hier zur gemeinsamen Nakba-Gedenkveranstaltung anmelden

Wir hoffen, dass Sie dabei sein werden – um zuzuhören, zu reflektieren und sich damit auseinanderzusetzen, was Sumud in der heutigen Realität bedeutet. In Frieden und Solidarität,

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