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Willkommen Humanity 2: Taufe unseres neuen Bündnisschiffs!

Ein Grund zum Feiern: Das Segelschiff Humanity 2 gehört jetzt offiziell zu unserer Bündnisflotte! Am 25. Juni wurde die ehemalige Luxusyacht im Hafen von Licata auf Sizilien getauft. Das gesamte Team von United4Rescue war vor Ort, um das neue Rettungsschiff von SOS Humanity in der zivilen Flotte willkommen zu heißen! 

„Heute ist ein Tag, an dem wir einfach glücklich sein dürfen. In unserem Arbeitsalltag sind solche Tage selten,“ so unsere Geschäftsführerin Vera Kannegießer. „Und deshalb möchte ich diesen Tag gemeinsam mit euch allen genießen und vor allem jeder einzelnen Person danken, die ihre Liebe, ihren Schweiß und ihre Tränen in dieses Projekt gesteckt hat.“

 

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten: David Yambio, Geschäftsführer der NGO Refugees in Libya, taufte das Segelschiff auf den Namen Humanity 2. Dieser Moment war nur dank einer breiten zivilgesellschaftlichen Koalition an Land und auf See möglich. Neben dem Team von SOS Humanity waren auch viele weitere Ehrenamtliche und Unterstützer:innen anwesend, die ihr Herzblut in den Umbau der Humanity 2 investiert haben.

Aber diese Taufe ist nicht zuletzt euer Erfolg. Durch eure großzügigen Spenden konnten wir die nötigen 160.000 € sammeln, um den ersten Einsatz der Humanity 2 im Mittelmeer zu finanzieren. Bald wird die Crew die Segel setzen und Richtung Süden auslaufen, wo Rettungsschiffe dringender denn je gebraucht werden – denn weiterhin ertrinken Menschen täglich.
 

 

 

Vor der Taufe wurde eine Schweigeminute abgehalten, um alle jener zu gedenken, die ihre Flucht nicht überlebt haben. Schweigen heißt für uns aber nicht tatenlos zuzusehen. Mit dem Einsatz unseres neuen Bündnisschiffes tun wir alle etwas Konkretes gegen das unnötige Sterben im Mittelmeer.

Vielen Dank für eure Unterstützung – und dafür, dass ihr ein neues Rettungsschiff zum Leben erweckt habt.
 
Wir wünschen der Humanity 2 immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

Mit herzlichen Grüßen
Sasha und das Team von United4Rescue

 

 

Sea-Watch 5 wird beschossen – und ihr Kapitän wird angeklagt!
Am 11. Mai wurde unser Bündnisschiff, die Sea-Watch 5, kurz nach einer Rettung von der sogenannten libyschen Küstenwache beschossen. Ein Patrouillenboot der Küstenwache drohte, das Rettungsschiff zu entern und die Geretteten rechtswidrig zurück nach Libyen zu zwingen. Dass sich eine hoch bewaffnete, von der EU finanzierte Miliz als „Küstenwache“ bezeichnet, ist so empörend wie absurd. Aber es wird nur noch absurder.

Nach dem Beschuss wurde der Crew ein näher gelegener Hafen für die Ausschiffung der 166 Geretteten verweigert, und das Rettungsschiff musste den etwa 1.000 km entfernten Hafen Brindisi ansteuern. Dort leiteten die italienischen Behörden rechtliche Maßnahmen ein – aber nicht gegen die gewalttätige „Küstenwache“, sondern gegen den Kapitän der Sea-Watch 5 wegen „Beihilfe zur unerlaubten Einreise“. Diese Täter-Opfer-Umkehr stellt einen klaren Versuch dar, die lebensrettende Arbeit unseres Bündnisschiffs zu verhindern.

 

SEA-EYE 5 rettet 98 Schutzsuchende aus Seenot
Zwischen April und Mai konnte die Crew unseres Bündnisschiffs 98 Menschen aus Seenot retten. Unter den Überlebenden waren schwangere Frauen und Kinder. Obwohl viele von ihnen erschöpft, unterkühlt und stark geschwächt waren, wiesen die italienischen Behörden der SEA-EYE 5 den zwei Tage entfernten Hafen von Tarent zu, wo alle Geretteten endlich von Bord gehen konnten.
 
Die Crew der Humanity 1 rettet 47 Menschen – darunter 6 Babys
Im Rahmen des 26. Rettungseinsatzes der Humanity 1 wurden 47 Menschen aus einem Schlauchboot in der maltesischen Such- und Rettungszone gerettet. Als die Schnellboote der Humanity 1 das Schlauchboot erreichten, verlor einer der Schläuche bereits Luft. Dank des raschen Eingreifens der Crew konnten alle Flüchtenden, darunter sechs Babys, sicher an Bord gebracht werden und nach einer dreitägigen Fahrt in Civitavecchia an Land gehen.

Die Seabird 3 hebt wieder ab!
Unser Bündnisflugzeug ist nach Wartungsarbeit seit Juni wieder im Einsatz und ist bereits neunmal abgehoben. Die Besatzung hat seitdem mindestens 250 Flüchtenden auf sechs Booten gesichtet. Bei vier dieser Boote wurden die Menschen gerettet, bei zwei musste die Seabird 3 beobachten, wie sie nach Libyen bzw. Tunesien zurückgezwungen wurden.

 

Banner mit Text: Neuigkeiten von United4Rescue

 

Neue Förderungen
In der ersten Jahreshälfte 2026 konnten wir bereits über 500.000 € an unterschiedliche Projekte an den EU-Außengrenzen auszahlen. Zu den unterstützten Organisationen zählt die NGO Utopia 56, die Nothilfe für Flüchtende am Ärmelkanal leistet. An den östlichen EU-Grenzen fördert United4Rescue dieses Jahr den Verein Frach e.V., der Winterhilfe für Menschen anbietet, die trotz der Kälte teilweise zu Fuß in Bosnien ankommen oder durchqueren. Außerdem konnten wir in diesem Jahr bereits mehrere Organisationen im Mittelmeer finanziell unterstützen. Dazu gehört Mission Lifeline, die wir beim Kauf eines neuen RHIBs (Rigid-Hulled Inflatable Boat) für das Rettungsschiff LIFELINE SAR unterstützt haben.
 
Segel der Humanity 2
Am 2. Juni wurden Segelstücke der Humanity 2 feierlich an Bischof Dr. Christian Stäblein, dem Beauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Flüchtlingsfragen, übergeben. Die Segelstücke werden künftig bei Open-Air-Gottesdiensten als Tücher für Altar, Lesepult und Kanzel genutzt.

 

Banner mit Text: Neues aus der Seenotrettung

 

Flüchtlingsschutz: Es geht (und ging) auch anders!
Am 12. Juni ist die umfassende Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) offiziell in Kraft getreten. Durch diese Verschärfung der Abschottungspolitik der Europäischen Union wird es unter anderem leichter, Asylverfahren in Drittstaaten auszulagern oder Flüchtende – auch Minderjährige – in Haft oder unter haftähnlichen Bedingungen festzuhalten.

Aber auch in Zeiten des Gegenwinds bleiben United4Rescue und die gesamte zivile Flotte solidarisch und aktiv. Eine Woche später, am Weltflüchtlingstag, hat United4Rescue gemeinsam mit 275 weiteren Organisationen ein Memorandum veröffentlicht. 75 Jahre nach der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) rufen die Unterzeichner:innen zu einem Umdenken im Flüchtlingsschutz auf. Unter dem Stichwort „Flüchtlingsschutz geht auch anders!“ werden fünf konkrete Handlungsvorschläge vorgestellt.

 

 

 

Papst fordert sichere Fluchtrouten
Während eines Besuchs in Spanien hielt Papst Leo XIV am 11. Juni eine Rede über Flucht und Migration. Auf den Kanarischen Inseln forderte das Oberhaupt der katholischen Kirche „sichere und legale Wege“ für Flüchtlinge und Migrant:innen und beklagte die „Gleichgültigkeit“ ihnen gegenüber. Am 4. Juli wird Papst Leo Lampedusa besuchen, wo schon sein Vorgänger Franziskus vor 13 Jahren der im Mittelmeer Ertrunkenen gedachte.

Zuwachs für die „Civil Fleet“
Als zivilgesellschaftliche Antwort auf die Abschottung und das Staatsversagen im Mittelmeer wächst die zivile Flotte weiter! So konnte die neue Aurora 2 von Sea-Watch zum ersten Mal Menschen aus Seenot retten. Neben unserem Bündnisschiff Humanity 2 sollen weitere Rettungsschiffe, darunter die Ama von Sailidarity, die Thetis II von SARAH und die LIFELINE SAR von Mission Lifeline, bald einsatzfähig sein.

 

 

Kein Land für Niemand
Bisher wurde der Film „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ bereits über hundertmal von unseren Bündnispartnern vorgeführt – und weitere Termine folgen! Wenn ihr Interesse habt, als Bündnispartner eine Filmvorführung zu organisieren, könnt ihr euch hier an uns wenden.

Aktionsmaterial für Landtagswahlen
Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Aktionsmaterial von United4Rescue zu bestellen. Unsere Flyer, Sticker, Flaggen und vieles mehr erhaltet ihr kostenfrei, wobei wir uns natürlich über eine kleine Spende sehr freuen!

 

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