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Pazifismus – ein Irrweg? 

Vortrag und Diskussion mit Pascal Beucker 

Sonntag, 15. November 2026 (Volkstrauertag), 16:00 Uhr im Antikriegshaus 

Im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade lädt das Antikriegshaus Sievershausen zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Journalisten und Autor Pascal Beucker ein. Im Mittelpunkt steht sein Buch „Pazifismus – ein Irrweg?“ und damit eine Frage, die angesichts von Krieg, Aufrüstung und politischer Polarisierung neu und dringlich gestellt wird: Welche Orientierung kann Pazifismus geben, wenn Menschen mit Angriffskrieg und nackter Gewalt konfrontiert sind? 

Das Buch zeichnet Geschichte, Hintergründe und unterschiedliche Strömungen des Pazifismus nach und prüft dessen Anspruch an den Konflikten der Gegenwart. Es fragt, ob Gewaltfreiheit mehr sein kann als ein gut gemeintes Ideal, welche Möglichkeiten Verhandlungen, Diplomatie und ziviler Widerstand bieten – und wo sie gegenüber einem militärischen Aggressor an Grenzen stoßen. Gerade diese offene, historisch informierte und zugleich gegenwartsbezogene Prüfung verbindet sich mit dem Anliegen der Veranstaltung: friedensethische und friedenspolitische Positionen nicht auf bloße Bekenntnisse zu verkürzen, sondern verantwortbare Antworten auf schwierige konkrete Situationen zu suchen. 

Pascal Beuckers kritische und einordnende Betrachtungen eröffnen einen Raum für eine differenzierte Debatte jenseits vorschneller Gewissheiten und parteipolitischer Vereinnahmungen. Nach dem Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen und zum gemeinsamen Gespräch darüber, wie Friedenshandeln unter den Bedingungen der Gegenwart glaubwürdig, solidarisch und wirksam bleiben kann. 

Zu den Veranstaltern: 

Das Antikriegshaus im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen steht für lokale Friedensarbeit in internationalen Bezügen. Es ist Ort regelmäßiger Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen. Seit 2018 ist das Antikriegshaus einer der Friedensorte innerhalb der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. 

Der Arbeitskreis Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung setzt sich zusammen aus Delegierten und Fachpersonen aus den evangelischen Kirchen in Niedersachsen. Ziel der Arbeit ist Austausch, Vernetzung und Unterstützung für thematische Schwerpunkte. Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfung werden dabei international-ökumenisch und interdisziplinär verbunden. 

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